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FinanzdienstleistungenVirtuelle Währungen mit große Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher

Gestern veröffentlichten die drei Europäischen Aufsichtsbehörden für Wertpapiere (ESMA), Banken (EBA) sowie Versicherungen und Pensionen (EIOPA) eine EU-weite Warnung an Verbraucherinnen und Verbraucher zu den Risiken virtueller Währungen oder sogenannter Kryptowährungen wie bspw. Bitcoin, Ripple oder Ether. Während mehr und mehr Verbraucherinnen und Verbraucher Kryptowährungen kaufen, sind die damit verbundene Risiken selten bekannt. Als hochriskante und unregulierte Finanzprodukte sind sie weder als Anlage-, Spar- noch als Vorsorgeprodukte geeignet.

Dies sind die zentralen Risiken:

  • Extreme Volatilität und Blasenrisiko: Die meisten dieser Währungen weisen extreme Kursschwankungen sowie deutliche Anzeichen einer spekulativen Blase auf. Der Kauf von Kryptowährungen oder Finanzprodukten, die darauf aufbauen, kann unter Umständen zu massiven Verlusten führen.

  • Fehlender Verbraucherschutz: Kryptowährungen sind unter geltendem EU-Recht nicht reguliert, auch wenn die EU-Anti-Geldwäsche-Richtlinien, die in 2018 in Kraft treten werden, ebenfalls für Wallet-Anbieter sowie Austauschplattformen gelten werden. Zudem unterliegen über Austauschplattformen geführte Transaktionen nicht dem Garantie- und Versicherungsschutz für regulierte Finanzdienstleistungen.

  • Irreführende Informationen: Produktinformationen zu Kryptowährungen für Verbraucherinnen und Verbraucher sind oft unvollständig, schwer verständlich oder spiegeln die Risiken nicht richtig wider und können daher irreführend sein – gegeben, dass solche Informationen überhaupt verfügbar sind.

  • Mangelnde Preistransparenz: Da die Preisbildung von Kryptowährungen oft undurchsichtig ist, besteht beim Kauf oder Verkauf ein hohes Risiko, nicht den fairen oder angemessenen Preis zu erhalten.

Quelle: Europäische Bankaufsichtsbehörde

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