ConPolicy Newsletter 2019 - 12

Liebe Leserinnen und Leser,

 

in diesem Newsletter informiert Sie ConPolicy über:

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre und eine besinnliche Adventszeit!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr ConPolicy-Team

 

  Neues von ConPolicy

Innovationsworkshop für Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium
Algorithmen, Filter und Suchmaschinen für nachhaltigen Konsum

Algorithmen beeinflussen entscheidend die digitale Sichtbarkeit von Produkten etwa in Suchmaschinen oder auf Vergleichs- und Bewertungsportalen. Ob nachhaltiger Konsum im Internet gelingt oder nicht, hängt somit maßgeblich von Algorithmen ab. Wie können Algorithmen in den Dienst der Nachhaltigkeit gestellt werden? Mit welchen innovativen Ideen und Konzepten können Algorithmen genutzt werden, um nachhaltigen Konsum zu fördern?

In der Leuchtturm-Initiative „Wege und Bausteine einer digitalen Agenda für nachhaltigen Konsum“ von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt werden in zwei Workshops Antworten auf diese Fragen und Ideen für Pilotprojekte gesucht. Die Workshop-Sequenz „Algorithmen, Filter und Suchmaschinen für nachhaltigen Konsum“ startet mit einem ersten Kreativworkshop am:

Termin:               Dienstag, 14. Januar 2020, 10:00-16:30 Uhr

Ort:                      Bundesumweltministerium, Berlin

Die Veranstaltung richtet sich an Impulsgebende aus Unternehmen, Start-Ups, Initiativen und anderen Organisationen, die einen aktiven Beitrag leisten und Projektideen vorantreiben wollen. Sie wird organisiert von ConPolicy-Mitarbeiterin Viola Muster zusammen mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und Gerd Scholl.

Interessent*innen für eine Teilnahme melden sich bitte bei Dr. Viola Muster (v.muster@conpolicy.de).

Wir freuen uns auf den Austausch im Rahmen des Workshops!

Projekt "Green Nudging"
ConPolicy bringt sich im Rahmen eines Vernetzungstreffen in den Austausch über Green Nudges ein

Im Rahmen eines Vernetzungstreffens des Projekts Green Nudging kamen teilnehmende und interessierte Unternehmen sowie Projektbeteiligte – u.a. Dr. Julius Rauber und Marlene Münsch von ConPolicy – im Bremer Presseclub zusammen, um über ihre Erfahrungen im Projekt zu sprechen und sich auszutauschen. Dabei standen drei Fragen im Mittelpunkt:

  • Welche spezifischen Nudges werden im Rahmen des Projekts Green Nudging getestet? 
  • Welche Erfahrungen haben die Unternehmen mit der Umsetzung bisher gemacht? 
  • Welche Erkenntnisse können aus der Pilotphase für die Rollout-Phase gezogen werden?

Nach dem moderierten Austausch konnten sich die Anwesenden bei einem leckeren Imbiss und Getränken in entspannter Atmosphäre unterhalten und Erfahrungen teilen.

Das Vernetzungstreffen bildete einen Austauschraum im Projekt Green Nudging, das ConPolicy gemeinsam mit drei Energieagenturen und gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Umweltministeriums umsetzt. Im Rahmen des dreijährigen Praxisprojekts werden grüne Nudges in Unternehmen erarbeitet, umgesetzt und evaluiert.

Mehr zum Projekt finden Sie in unserer Referenz und auf der Projekt-Homepage.

Verhaltenswissenschaftliche Forschung im Auftrag des Sachverständigenrates für Verbraucherfragen
Neue ConPolicy-Studie zu personalisierten Verbraucherinformationen

Verbraucherinformationen sind im Konsumalltag allgegenwärtig. Sie dienen insbesondere dazu, Verbraucherinnen und Verbraucher vor Gefahren zu warnen und ihnen eine informierte Konsumentscheidung zu ermöglichen.

Trotz der zentralen Bedeutung von Verbraucherinformationen stehen sie in der Verbraucherpolitik und -forschung jedoch in der Kritik. So wird etwa gefordert, die Wirksamkeit von Verbraucherinformationen durch eine stärkere Berücksichtigung verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse zu verbessern. Überdies wird vorgeschlagen, Verbraucherinformationen mithilfe digitaler Technologien zu personalisieren. So könnte sich die Personalisierung auf unterschiedliche Aspekte auswirken: Inhalte, Detailgrad, Framing der Inhalte, Anordnung von Optionen, Zeitpunkt und der (grafischen) Form. Auch könnten diese Faktoren hinsichtlich einer Vielzahl von Dimensionen variiert werden. Etwa im Hinblick auf die finanzielle Vulnerabilität, Konsumkompetenzen, Nachhaltigkeitseinstellungen oder die Mediennutzung.

Im Rahmen dieser Studie werden die Auswirkungen der Personalisierung im Hinblick auf das Verhalten, die subjektive und objektive Informiertheit, die Zufriedenheit und die Akzeptanz untersucht. Hierzu wird in Zusammenarbeit mit decision-context ein verhaltenswissenschaftliches Experiment konzeptioniert und durchgeführt. Die Studie soll dem Sachverständigenrat für Verbraucherfragen im Zusammenhang mit einer weiteren beauftragen rechtswissenschaftlichen Studie Anhaltspunkte für eine Positionierung in dieser Angelegenheit bieten.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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Barometer mit neuen Erkenntnissen über Verbraucherbedingungen im EU-Binnenmarkt

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Ein europäischer Weg in unsere gemeinsame digitale Zukunft

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