In der Verbraucherpolitik ist die Erkenntnis angekommen, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher nicht wie ein homo oeconomicus verhalten, sondern sich in ihrem Verhalten etwa vom Entscheidungskontext, von sozialen Normen oder vom Verhalten anderer beeinflussen lassen. Eine solche Perspektive ermöglicht eine Verbraucherpolitik, die wesentlich effektivere und zielgenauere Interventionen entwickelt und einsetzt.
Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Kommission im Jahr 2020 zum vierten Mal einen Rahmenvertrag für die Durchführung verhaltenswissenschaftlicher Studien ausgeschrieben. Ein Konsortium, das von London Economics geführt wird und dem neben ConPolicy auch VVA Brussels und Ipsos NV angehören, hat zum vierten Mal in Folge den Zuschlag für einen solchen Rahmenvertrag erhalten und wird ab 2020 verhaltenswissenschaftliche Studien für die Europäische Kommission zu unterschiedlichen Verbraucherthemen durchführen.